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Presse
07.07.2016
JEDERMANN im WIENER LUSTSPIELHAUS

 

Kratzbürstiges It-Girl

Durch zwei Schwingtüren spült es die Couture-Entourage im großen Theaterzelt nahe der Freyung  immer wieder nach vor auf die Bühne, wo sich eine hyper-kitschige Heimstätte zuckerlpapierbunt ausbreitet. Hier wird Tacheles geredet. Yedermann: "Meine Mutter redet oldtimer, sie ist ein bissl pigment."

Ein noch größeres Prachtwerk an Grammatik und Modulation setzt die Buhlschaft mit der kalten Schnauze (Sophie Aujesky) um: "Schwiegermutter! Halt den Schlapfen, der was an deinem Kiefer hängt." Als kratzbürstiges Prolo-It-Girl beweist Aujesky ganz locker Claudia-Kottal-Qualitäten. Ihre Korkenzieherlocken-Buhlschaft wird dank dieser Sprachgewalt - entgegen ihrer literarischen Vorgängerin - zu einer der lebhaftesten Figuren des Abends. (der standard)

07.07.2016
Anatol - Abschiedssouper

 

Ein idealer Höhepunkt ist das bekannte "Abschiedssouper": Anatol will sich von der Balletttänzerin Annie trennen, die ihm ihrerseits eröffnet, sich anderweitig verliebt zu haben. (...)Sophie Aujesky glänzt als Annie, die aber selbst in diesem Zustand dem verdutzten Anatol immer noch ein Stück Raffinesse voraus hat. (...)Das Premierenpublikum zeigte sich begeistert.

Kleine Zeitung

 

Sophie Aujeskys Anni stürmt ins Abschiedssouper wie ein Wirbelwind. Die Lust, mit der sie Austern schlürft, die Gier mit der sie den "Tschardonei", kippt, der letzte Triumph,  mit dem sie Anatol eröffnet, dass sie ihn zuerst betrogen hat, sind überwältigend sinnlich und komisch zugleich. Helga David hat ihre  Stärke, existenzielle Spielarten des Weiblichen zu thematisieren, überzeugend umgesetzt. Im Ton bewahrt sie große Schnitzler-Traditionen, psychologisch lässt sie die Gestalten im 21. Jahrhundert ankommen.

Kurier,  24.7.2011

 

Am meisten begeisterte das Abschiedssouper. Anatol will sich von seiner Geliebten trennen (mit Wiener Schmäh glänzt Energiebündel Sophie Aujesky) diese kommt ihm damit zuvor. Bei soviel schauspielerischer Bravour fährt man auch nächstes Jahr wieder gerne auf Sommerfrische.

Der Standard, 27.7.2011

 

Mit einem weiteren Crescendo an weiblichem Selbstbewusstsein zeigt im "Abschiedssouper" die hyperdynamische Sophie Aujesky (Annie) Anatol hart seine Grenzen auf.

Die Presse 29.7.2011

21.01.2012
Süden

 

Das Stadttheater Klagenfurt lädt zu einer ebenso stimmungsvollen wie zeitlosen Reise in den "Süden" von Julien Green.(...)Broll-Pape hat ein großartiges Ensemble, das in Blicken und Gesten eine Nähe erzeugt, die den Figuren in den Dialogen stets entgleitet, und das mit der Illusion einer undefinierbaren Bedrohung den Spannungsbogen hält.(...)Als Jan Wiczewski vermag Roman Schmelzer zu berühren und zu erschrecken, was ihm auch bei der impulsiven Angelina (Sophie Aujesky) und der distanzierten Regine (Isabella Szendzielorz wirkt wie heißes Eis) gelingt.(...)Alles in allem: ein Abend wie großes Kino. In Bild und Ton.(Kleine Zeitung)

 

 

Ein atemberaubender, aufwühlender Premierenabend am Stadttheater: >Süden< von Julien Green geriet in der Regie von Sibylle Broll-Pape zu einer Seelenanalyse des großen Dichters.
(...) >Reinheit<, im paradiesischen Sinne verkörpert Sophie Aujeskys in unschuldiger Liebe aufblühende Angelina, allein auch sie wird per Kollateralschaden vom Zorn Gottes gestreift.(...) Fazit: ein Abend von apokalyptischer Eindringlichkeit. (Kärntner Tagezeitung)

 

Einhelliger Applaus vor die großen Frauenrollen, vor allem für Sophie Aujesky und Isabella Szendzielorz.

(Kronen Zeitung)

 

Hingegen imponieren Sophie Aujesky als quirlige Angelina und Cornelia Köndgen als Evelina Strong.

(Kurier)

 

Liest man die Intentionen von Julien Green selbst nach, so hat das Team um Broll-Pape ganze Arbeit geleistet, ganz nach Greens Willen.

(Der Standard)